Albertina – ein Herzstück von Wien

25 Mai

Albertina – ein Herzstück von Wien

Im Herzen Wiens, nur wenige Schritte von der Staatsoper entfernt, befindet sich die Wiener Albertina. Das habsburgische Wohnpalais an der Südspitze der Hofburg beherbergt eine der weltweit größten und wertvollsten grafischen Sammlungen. Werke wie Albrecht Dürers „Feldhase“ oder Klimts Frauenstudien sowie eine umfangreiche Sammlung moderner Gemälde machen die Albertina zu einem der meist besuchten Museen des Landes. Neben den einmaligen Kunstwerken ist es aber auch das Palais selbst, das in Staunen versetzt. Prunkvolle Räumlichkeiten, zum Teil im Originalmobiliar ausgestattet, geben einen wunderbaren Einblick in das Leben der königlichen Sprösslinge.

© Albertina, Wien v.l.n.r. : Harald Eisenberger / Margherita Spiluttini / Margherita Spiluttini

© Albertina, Wien v.l.n.r. : Harald Eisenberger / Margherita Spiluttini / Margherita Spiluttini

Es war nämlich niemand Geringerer als Marie-Christine, die Lieblingstochter der großen österreichischen Herrscherin Maria Theresia, die das prächtige Palais einst bewohnte. Ihr kunstbegeisterter Mann Albert von Sachsen gründete 1776 eine umfassende Sammlung und widmete sich bis zu seinem Tod fast ausschließlich um die Erweiterung. Zeichnungen Leonardo da Vincis, Michelangelos oder Werke Rubens, Rembrandts und Albrecht Dürers fanden in dieser Zeit ihren Weg in die albertinische Sammlung. Als königlicher Familienbesitz ging die Sammlung mit dem Ende der Habsburger in den Besitz der Republik Österreich über. War die Sammlung über Jahrzehnte nur für wenige Stunden am Tag zugänglich, so eröffnete die „neue“ Albertina 2003 als modernes Museum seine Pforten.

© Albertina, Wien (Foto: Alexander Ch. Wulz)

2017 liegt der Schwerpunkt der Albertina drei Großausstellungen zu Maria Lassnig, Raffael und eine Sonderausstellung zu Egon Schiele. Die Ausstellung wird einen einmaligen Überblick über die Entwicklung Schieles als Zeichner und Aquarellist geben und in ein künstlerisches Werk einführen, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen fand. Seine Werke geben bis heute ein erschütterndes Zeugnis des sich unverstanden gefühlten Künstlers. Zu sehen bis Samstag, 03. Juni.

Am 05. Mai startete als weiteres Highlight die bis zum 27. August andauernde Ausstellung zu der österreichischen Ausnamekünstlerin Maria Lassnig, von der die Albertina einen umfangreichen Bestand besitzt. Erstmals hat die Albertina Zugang zum Bestand der neu gegründeten Lassnig-Stiftung und somit die Möglichkeit, “bisher vollkommen unbekannte Werke” auszustellen.

Ab dem 14. Juni präsentiert sich den Besuchern die Schau “Österreichische Fotografie”. Hier steht das Land im Fokus, wie es von Fotografen wie Lisl Ponger, Gottfried Bechtold oder Seiichi Furuya seit den 1970er Jahren gesehen wurde. Seine dann 18 Jahre währende Direktion feiert Schröder ab 14. Juni mit der Schau “New Acquisitions & Contemporary Art”, in der auch jüngere Neuerwerbungen, die bisher nicht gezeigt wurden, präsentiert werden.

Abgesehen von den künstlerischen Schätzen hat sich die Albertina auch zu einem beliebten Treffpunkt in der Wiener Innenstadt etabliert. Das Restaurant & Cafe DO & CO begeistert mit seiner modernen Eleganz, der guten Küche, dem hervorragenden Service und der herrlichen Dachterrasse, die wohl zu den schönsten des Zentrums gehört. Nur wenige Schritte vom Museum befindet sich die Albertina Passage. Auch im Dinnerclub wird wunderbar gespeist, bevor wohltuende Klänge von Jazz, Funk und Soul bis spät in die Nacht zum Tanzen einladen!

  • Wo: 01. Bezirk, Albertinaplatz 1
  • Information: Albertina